So arbeitest du weniger und erhöhst damit deinen Stundenlohn! Mehr Netto vom Brutto

Mehr Netto vom Brutto – weniger arbeiten und Stundenlohn erhöhen?

Zugegeben, die Überschrift „mehr Netto vom Brutto“ klingt nach Clickbait – aber keine Angst, das System funktioniert wirklich und ich werde dir gleich zeigen, was ich meine. Einen Haken hat die Sache allerdings, den ich dir gleich zu Beginn nennen möchte, damit du nicht enttäuscht bist – das Ganze macht nur Sinn, wenn du in deinem Job aktuell nicht mehr als ca. 54.000 Euro im Jahr verdienst. Denn dann sind die Abzüge einfach zu groß und das System funktioniert nicht mehr.

Wenn du allerdings noch unter dieser Einkommensgrenze liegst – dann lies jetzt weiter und ich verrate dir einen einfachen Trick, wie du deinen Stundenlohn anhebst – ohne dass dein Chef einwilligen muss 😉

Nebenbei: mein persönlicher Tipp zum Thema Steuer, Steuern sparen & Steuererklärung:

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Ich hätte gerne mehr Netto vom Brutto – wie geht das?

Möglich machen das Ganze 2 Umstände:

Zum einen ist das die Steuerprogression, zum anderen die geringfügige Beschäftigung und ihre Vorteile, die wir uns hier zu Nutze machen wollen.

Kommen wir zum ersten Punkt: der Steuerprogression – Vereinfacht ausgedrückt bewirkt diese, dass höhere Einkommen ungleichmäßig stärker besteuert werden. Das Wort Ungleichmäßig ist hierbei das Zauberwort – denn von einem Euro, der durch ein 80.000 Euro Jahresgehalt erwirtschaftet wurde, wird mehr Steuer einbehalten als von einem Euro, der durch ein 20.000 Euro Jahresgehalt erwirtschaftet wurde.

mehr Netto vom Brutto

Je mehr Brutto, desto weniger mehr Netto – oder je mehr du verdienst desto noch mehr darfste Steuern zahlen

Ich möchte dich jetzt hier wirklich nicht mit Raketenwissenschaften langweilen, aber etwas lustig ist dieser Umstand schon. Er bewirkt nämlich, dass dein effektiver Netto-Stundenlohn quasi sinkt, obwohl dein Gehalt steigt. Klingt komisch, ist aber so.

Würdest du also nicht lieber für einen höheren Netto-Stundenlohn arbeiten gehen? Klar.. Umgekehrt würde auch keiner, der 12 Euro/h verdient, auf einmal mehr arbeiten und dafür aber nur noch 10 Euro/h verdienen wollen, oder?

 

Also weniger Arbeiten und weniger Verdienen… Soll das jetzt der Trick sein? Was mach ich jetzt mit diesem (Un)wissen?

Was mach ich jetzt konkret um mehr Geld zu verdienen (oder meinen Stundenlohn anzuheben) ?

Zwei Möglichkeiten:

  1. Vereinbare mit deinem Chef / deiner Firma deine Vollzeitstelle in eine Teilzeitstelle umzuwandeln. Es gibt nur wenige Gründe, warum dir das verwehrt werden kann. Anschließend freust du dich über die gewonnene Zeit und gleichzeitig deinen höheren Stundenlohn! In der freien Zeit überlegst du dir, welche Nebentätigkeiten du ausüben könntest, um effektiver Geld zu verdienen, wie z.B.:
  • dein eigenes Online-Business aufbauen oder
  • dich nebenbei selbstständig machen oder
  • wie du dich weiterbilden kannst (Investment in dich selbst!) um in Zukunft mehr Kohle zu verdienen

2. Viele Menschen würden das vielleicht gerne machen, können es sich aber einfach nicht leisten. Falls du auch zu diesen Menschen gehörst, habe ich hier gute Nachrichten für dich: Du bist (für die eingesparte Zeit) mit einem 450 Euro Job besser dran. D.h. du wirst zwar erstmal nicht weniger arbeiten, sondern in der eingesparten Zeit einen 450 Euro Job machen, dafür wird aber trotzdem dein Stundenlohn bzw. dein monatliches Gesamtnettoeinkommen steigen. Dies möchte ich dir in der folgenden Tabelle anschaulich darstellen:

Bis zu einem bestimmten Einkommen lohnt sich eine Teilzeitstelle+450 Euro Job mehr als eine Vollzeitstelle.

Zeile D zeigt das Brutto-Jahresgehalt von dem wir jetzt im Beispiel für die Vollzeitstelle ausgehen, also 30.000 Euro. Über einen Brutto-Netto Rechner kann man sich ausrechnen, dass das in etwa 19.891 Euro netto im Jahr entspricht (Spalte E, Lohnsteuerklasse 1, keine Kirchenzugehörigkeit, wohnhaft in Bayern, Single). Dabei gehen etwa 34% für Steuern und Sozialabgaben drauf (Spalte H).

Würde man jetzt in diesem Fall eine Teilzeitstelle mit 32h/Woche (also 4/5 Tage bei einer normalen 40-Stunden Woche) eingehen, würde man nur noch 24.000 brutto / Jahr verdienen. Dies entspricht (wieder obige Parameter) in etwa 16.600 Euro netto / Jahr (Spalte J). Dadurch fallen 274.25 Euro monatlich netto weg.

Jetzt besorgt man sich noch einen Nebenjob mit 11 Euro / Stunde und arbeitet hier die gesparte Zeit, also 8 Stunden pro Woche * 4 Wochen im Monat * 11 Euro = 352 Euro / Monat oder 4224 Euro / Jahr netto wohlgemerkt.

Zusammen mit den 16.600 aus der Teilzeitstelle ergeben das 20824 (siehe Spalte K). Das ergibt ein Plus von 933 Euro im Jahr! Wenn man eine Stelle mit entsprechend höherem Stundenlohn findet, verbessert sich die Rechnung entsprechend. Ich wollte für das Beispiel hier nur einen realistischen Wert finden 😉

Da wir ja im 450 Euro Job eben bis zu 450 Euro verdienen dürfen, ist hier noch etwas Luft nach oben.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren und bei einer 5%-igen Verzinsung, entspricht das einem Vermögen von 12.321 Euro!

Und das einfach nur dadurch, dass man nichts macht, außer ein bisschen was an seinen Arbeitsverträgen dreht 😉

In der Tabelle sieht man auch, dass es sich auch noch bei einem Einkommen von 60.000 Euro rechnen kann (ein entsprechendes Gehalt im 450 Euro Job vorausgesetzt), hier besteht dann allerdings das Problem, dass die 450 Euro Grenze überschritten wird.

Je nach Stundensatz im 450 Euro Job dürfte sich das System also bis ca. 54.000 Euro Brutto-Jahresgehalt lohnen.

Hier findest du das Excel und kannst selber ein bisschen damit rumrechnen: Rechner.

 

Hast du Fragen zu dem hier vorgestellten System? Oder benutzt du es schon? Ich freue mich über deinen Kommentar!

3 Kommentare

  1. Jonathan

    Meiner Meinung nach sollte man sich im Lebensstil ein wenig einschränken (sparen), damit man seine 100% Stelle reduzieren kann. Die gewonnene Zeit, nutzt man für’s „Investieren“.

    Investieren in: Business & Bildung

    Antworten
    1. Johannes (Beitrags-Autor)

      Hallo Jonathan,

      Danke für deinen Kommentar! Ja, der Meinung bin ich auch. Die Idee mit dem 450 Euro Job ist nur gedacht für Menschen, die es sich wirklich nicht leisten können weniger zu arbeiten oder auch Menschen, die vielleicht gar nicht weniger arbeiten wollen (solls auch geben… 😉 )

      Grüße,
      Johannes

      Antworten
  2. janxb

    Was bei diesem Vorgehen leider etwas unter den Tisch fällt ist, dass durch die Steuer-Optimierung natürlich auch weniger in die Rentenkasse eingezahlt wird. Das heißt, dass eine spätere Rente wahrscheinlich geringer ausfallen wird. Ob relevant oder nicht, es sollte auf jeden Fall bedacht werden..

    Antworten

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