Lass Geld für Dich arbeiten – auch wenn du keins hast!

Immer wieder hören wir schlaue Sprüche wie den aus der Überschrift: Lass dein Geld für dich arbeiten!

Aber was, wenn man einfach kein Geld hat, das man für sich arbeiten lassen kann? – Ganz einfach, dann leiht man sich halt welches. Klingt zunächst komisch, ist aber heutzutage möglich.

Wenn du wissen möchtest warum und wie, lies einfach weiter 🙂

Geld verdienen mit dem Geld anderer Leute

Das Geheimnis des Ganzen ist eigentlich kein Geheimnis, sondern schon lange bekannt: Man nimmt das Geld anderer Leute, wodurch man es schafft, sein eigenes Kapital zu hebeln.

Das Prinzip ist wohl bekannt und Profis nutzen dies aus, wenn sie eine Immobilie erwerben und diese vermieten. Dabei kommen bis zu 90% geliehenes Geld und nur 10% des eigenen Kapitals zum Einsatz. Das eigene Kapital wird somit „gehebelt“, man erhält eine viel höhere Rendite, als wenn man nur seine eigenen 10% arbeiten lassen würde.

Dass man so viel schneller zu Geld kommt, scheint auf der Hand zu liegen, jedoch wagen nicht viele Menschen den Schritt zu gehen, weil Sie der Meinung sind, dass Schulden eine schlechte Sache sind.

Investitionsschulden sind gute Schulden

Schulden sind aber nicht immer pauschal schlecht. Nimmt man Schulden auf, um damit Geld zu verdienen verhält es sich genau andersrum: Diese Schulden sind gute Schulden.

Warum? Ganz einfach: Stellt man es schlau an, steht am Ende des Darlehens ein Plus unterm Strich. Statt das Geld in einen neuen Fernseher ( = Konsumentenkredit) zu stecken, investiert man den Betrag z.B. in Aktien oder P2P-Kredite.

Was heißt dabei nun aber „schlau anstellen“?

Kredit aufnehmen und Geld verdienen – So funktioniert’s!

Damit das Ganze funktioniert, muss man aber ein paar Dinge beachten.

Leiht man sich Geld, so muss man meistens dafür Zinsen bezahlen. Das ist die Motivation des Geldgebers, andernfalls würde dieser schließlich nicht auf die Idee kommen, seine Ersparnisse zur fremden Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Damit die Rechnung nun also aufgeht, muss man darauf achten, dass die eigenen Kreditkosten geringer sind, als die Zinsen, welche man mit dem geliehenen Geld verdienen würde. In den heutigen Zeiten von Niedrigzinsen allerdings oftmals kein Problem 🙂

Wie sieht das nun konkret aus?

Schritt 1: Kredit aufnehmen

Über die zahlreichen Kreditvergleichsportale im Internet sucht man sich einen günstigen Kredit mit möglichst niedrigem Zins.

Zur Zeit gibt es wieder ein super Angebot von Smava: Bis zu einem Kreditbetrag von 1.000 Euro und 36 Monaten Laufzeit beträgt der Zins sage und schreibe -5%. Das bedeutet, man verdient allein schon durch die Inanspruchnahme des Kredites schon Geld 😉

Wo ist dabei der Haken? Warum macht Smava so etwas scheinbar sinnloses?

Es gibt keinen wirklichen Haken. Mit Ausnahme, dass es nur bis zu 1.000 Euro und zu 36 Monaten Laufzeit geht. Smava ist ein Portal, welches private Darlehensnehmer mit privaten Darlehensgeber verbindet. Um für Investoren attraktiv zu bleiben und ein großes Angebot an Darlehen zu verfügen, sind sie andersrum auf Leute angewiesen, die sich über das Portal Geld leihen. Wenn das nicht so gut läuft, wird halt ab und zu noch etwas angekurbelt.

Für alle drei Seiten (Smava, Kreditnehmer, Kreditgeber) also ein Gewinn.

Hier geht es zum Angebot von Smava. Achtet darauf, beim Betrag 1.000 Euro und der Laufzeit 36 Monate anzugeben. (Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link, d.h. ich bekomme eine kleine Provision. Für dich entstehen aber keinerlei Nachteile. Falls du den Link nutzt, bedanke ich mich für deine Unterstützung!)

Bei Smava gibt es derzeit wieder kostenloses Geld

Ich selbst habe das Angebot von Smava auch schon in Anspruch genommen und kann es mit bestem Gewissen empfehlen.

Schritt 2: Geld anlegen

Nun geht es ans Geld anlegen. Hierbei muss natürlich die Rendite entsprechend sein.

Es lohnt sich nicht, sich Geld zu 6,99% zu leihen und das dann zu 0,01% auf dem Sparbuch anzulegen 😉

Wir brauchen hier etwas renditeträchtigere Anlagen, also P2P-Kredite oder Aktien.

Bei Aktien kommt eigentlich auch nur das Investieren in Einzelwerte in Frage, die Rendite eines breitgestreuten Index-ETF, wie z.B. der MSCI-World dürfte für die meisten Vorhaben zu gering sein – Kann sich aber lohnen, wenn man gar keine Zinsen zahlt, siehe Angebot von Smava.

Als Vertreter der P2P-Kredite sind zu nennen: Mintos, Twino, Viventor, Swaper, Viainvest, und, und und….

Also einfach ein Konto eröffnen, Geld einzahlen und dem Geldbaum beim Gedeihen zusehen 😉

Zum Schluss: Der obligatorische Risikohinweis

Im gleichen Atemzug sei gesagt: Die Anlage in Aktien und P2P-Kredite birgt ein Risiko bis hin zum Totalverlust. Bitte selbst informieren und nur Geld investieren, welches man nicht zum Leben braucht.

Ich selbst habe noch keine schlechten Erfahrungen in Bereich P2P / Aktien gemacht und kann es empfehlen, bin aber kein Investberater und dieser Beitrag ist auch nicht als Anlageberatung zu verstehen.

27 Kommentare

  1. Markus

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich hatte auch schon überlegt ein solches Darlehen aufzunehmen und dann in p2p-Kredite zu investieren. Prinzipiell kann man damit so 400-500 Euro in drei Jahren erwirtschaften. Ob man dafür einen Kredit aufnehmen möchte + das Risiko, dass eventuell die p2p-Kredite in diesem Zeitraum ausfallen muss jeder selbst wissen. Schlimmstenfalls verliert man nämlich nicht nur Geld das man hat aber nicht braucht, sondern Geld das man gar nicht hat und vielleicht sogar braucht…

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  2. JohannesJohannes (Beitrags-Autor)

    Hi Markus,

    stimmte dir voll zu, Risiko muss jeder selbst abwägen.
    Ich für meinen Teil denke mir, wenn die Kohle weg ist, ist Sie weg.
    Würde es mich ärgern? Allemal.
    Aber bringt es mich um? Sicher nicht (solange ich nicht mein ganzes Hab und Gut setze).
    Bisher habe ich noch keine Ausfälle im P2P gehabt (Toi toi toi…) und auch schon den einen oder anderen Euro damit verdient.
    Kann also nur gutes davon berichten, verstehe aber voll und ganz, wenn jemand sagt, dass es zu risikoreich und nichts für ihn ist.

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    1. Markus

      Als kleine Ergänzung vielleicht noch: check24 hat zur Zeit ein ähnliches Angebot, allerdings mit dem Unterschied, dass die Laufzeit des Kredites nur 12 Monate ist und man somit schneller den Kredit wieder los hat. Die Aktion dort läuft noch bis zum 15.06.

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  3. Der Depotstudent

    Hi Johannes,

    ist der Kredit mit -5 % bonitätsabhängig oder gilt das Angebot tatsächlich für jeden? Bei den Krediten mit längerer Laufzeit, die angeblich bei 0,69 % starten, bekommen Menschen mit schlechter Bonität bzw. Studenten (wie ich) nämlich teilweise 15 oder 16 %.

    Danke und viele Grüße vom Depotstudent Dominik 🙂

    Antworten
    1. JohannesJohannes (Beitrags-Autor)

      Hi Dominik,

      den Aktionskredit bekommt meines Wissens nach jeder zum „Aktionszinssatz“ von -5%, also bonitätsunabhängig. Vorausgesetzt, er bekommt ihn 😉
      Smava zahlt quasi einen Bonus in Höhe des tatsächlichen Zinssatzes (plus die 5 Prozent), damit der Kreditnehmer effektiv auf die besagten -5% kommt.
      Siehe hierzu auch: https://www.smava.de/brokerage/5994+Aktionskredit.html

      Viele Grüße
      Johannes

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  4. Martin

    Guter Artikel. Allerdings würde ich anstelle des Risikohinweis „Die Anlage in Aktien und P2P-Kredite birgt ein Risiko bis hin zum Totalverlust.“ besser schreiben „Die gehebelte Anlage in Aktien und P2P-Kredite birgt ein Risiko mehr Geld zu verlieren als man investiert hat.“ Man sollte also genau wissen was man tut, wenn man Investitionsschulden aufnimmt.

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    1. JohannesJohannes (Beitrags-Autor)

      Valider Punkt.

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  5. Steven

    Auf die Idee bin ich auch schon gekommen. Aber irgendwas stört mich an der Minus Zins Aktion von aktuellen Kreditunternehmen.

    Vielleicht liegt es auch daran das ich noch nie einen Kredit benötigt habe und auch keine Schufa oder sonstige negativen Einträge.

    Interessant wäre mal zu wissen, wie diese Aktion sich gegen finanziert. Klar werden vermutlich wieder persönliche Daten verkauft, aber ob das die Differenz deckt?

    Gruß
    Steven

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  6. Hobbyinvestor

    Ich habe auch die beiden Negativzonskredite Kredite von Smava und check24 genommen. Allerdings aus einer anderen Motivation heraus.
    https://hobbyinvestor.de/smava-kredit-und-ich/

    Investitionen in P2P Kredite mit fremden Kapital halte ich habe für wirklich risikobehaftet. Schließlich ist letztes Jahr mit Eurocent bereits ein Anbahner ausgefallen, der dann natürlich auch den Buyback nicht mehr zahlen konnte.
    Bei 1000€ mag das alles noch überschaubar sei. Aber wenn man sich einmal einredet, dass das mit geliehenem Geld eine gute Idee ist, ist die Summe beim nächsten Mal etwas höher.
    Also seit vorsichtig, wenn ihr so etwas macht!

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  7. Thomas

    Ich kann den Inhalt des Artikels überhaupt nicht teilen, bzw. muss ihn sogar scharf verurteilen.

    Erstens: Einen Kredit aufnehmen und davon Aktien kaufen, davon rät dir jeder erfahrene und rationale Investor ab. Als jemand, der Ende 20 ist, kann ich mich lediglich auf die Erfahrungen solcher Investoren verlassen und kann nicht von eigenen Erfahrungen berichten. Aber man soll ja noch aus den Fehlern anderer lernen dürfen ;)Denn das Risiko, Geld zu verlieren, was man noch nicht einmal besessen hat, spricht gegen jeden gesunden Menschenverstand…Frage mal den alten Kostolany…. Wer sowas tut, handelt in meinen Augen aus reiner Profitgier. Zumal du auch noch Einzelinvestments statt in breitgestreute Indexfonds propagierst. Also null Diversifikation? Super hohes Risiko mit wenigen (oder gar nur einem Einzelinvestment bei 1000 Euro)? Das kann nicht dein Ernst sein!!!
    Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich die Kreditaufnahme zur Finanzierung für das Eigenheim als dazu grundsätzlich konträr sehe. Das liegt einfach in der Planbarkeit der Assetklasse. Bei der eigen- oder fremdgenutzen Immobilie kannst du mit einer hinreichend großen Sicherheit deine Zinsaufwendungen und Mieterträge berechnen. Der Cashflow ist relativ konstant und planbar. Anders sieht das bei Aktien aus. Aktuell befinden wir uns im längsten Bullenmarkt der Geschichte. Natürlich kann es auch noch 5 oder 10 Jahre so weitergehen, die Gefahr eines bedeutenden Abschwungs über mehrere Jahre ist allerdings zu jedem Zeitpunkt gegeben. Und wehe er tritt tatsächlich ein…

    Zweitens: „Wo ist dabei der Haken? Warum macht Smava so etwas scheinbar sinnloses? Es gibt keinen wirklichen Haken.“ … Ebenfalls falsch, hochgradig sogar. Aus zwei Gründen sogar: Zum einen erhält Smava deine persönlichsten Daten, wie braucht das x-te Institut aus dem Internet denn noch deine Daten? Frage dich das mal? Und woher weißt du, was mit den Daten passiert? Ich will nicht so rüberkommen wie der fingeraufzeigende Oberlehrer, denn schließlich muss und darf jeder selbst entscheiden, wohin er seine Daten gibt. Aber in einer Welt, in der der Aufschrei über Facebooks Datenskandal durch sämtliche Bevölkerungsschichten geht (und zugegebenermaßen dennoch nicht adäquat von Nutzerseite reagiert wird) scheint das doch sehr zynisch. Zum zweiten geht mit der Kreditaufnahme bei Smava ein Eintrag in dein Schufa-Konto ein. Dort steht dann aber lediglich „Kredit 1.000 €“…dass es Negativzinsen gab o.ä. bleibt außen vor. Brauchst du dann aber tatsächlich mal einen größeren Kredit, zum Beispiel für die Finanzierung einer Immobilie. So sieht deine Bank „Kredit über 1000 genommen: wieso braucht der 1000 Euro Kredit, wieso kann er solch einen geringen Betrag nicht selbstständig aufbringen?“ und dann kann es schneller als einem lieb ist, zu Problemen in der Kreditvergabe führen.

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    1. Manolo

      Ich stimme Thomas voll zu – dieser Ansatz ist aus meiner Sicht völlig unverantwortlich! Bei Hebel-Geschäften hebelt man nicht nur die mögliche Rendite, sondern auch das Risiko. Rendite ist IMMER eine Kompensation für eingegangenes Risiko – und dieses Risiko muss sich gelegentlich manifestieren, sonst ist es kein Risiko und die erwartete Rendite sinkt. Und bei dem hier vorgeschlagenen Ansatz muss man ein hohes Risiko eingehen, um den Kreditzins mit der Rendite überhaupt lohnenswert übertreffen zu können.

      Der Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite gilt übrigens auch aus Sicht des Kreditgebers: Wenn er jemandem mit Null Eigenkapital Geld leihen soll und über die Schufa feststellt, dass die Bonität des Kreditnehmers schlecht ist, ist das Ausfallrisiko natürlich groß und muss dementsprechend mit einer hohen erwarteten Rendite – dem Kreditzins – kompensiert werden.

      Der Ansatz erinnert mich im Kleinen an die Zusammenhänge der Finanz- und Immobilienkrise 2008ff. Die hat bekanntlich damit begonnen, dass Menschen mit geringster Bonität kreditfinanzierte Häuser verkauft wurden…

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    2. Manolo

      Man kann den Artikel so zusammenfassen:

      Du hast sauwenig Geld. Du leihst dir Geld bei einer Bank und zahlst dafür, weil du so arm bist und keine Sicherheiten aufweisen kannst, hohe Zinsen. Du leihst das geliehene Geld über P2P jemandem, der noch ärmer ist als du und noch weniger Sicherheiten hat, und verlangst deshalb noch höhere Zinsen.

      Sehr raffiniert – NICHT!

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    3. JohannesJohannes (Beitrags-Autor)

      Danke für deinen sehr ausführlichen und (zu recht) kritischen Kommentar. Auch danke dafür, dass du ausführlich beschrieben hast, welches Risiko bei der Sache besteht.
      Zugegeben, dies ist in dem Artikel wohl etwas zu kurz gekommen..
      Eine Motivation dieses Blogs war es aber, auch mal andere Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen, als es viele andere Blogs im Internet machen.
      Den 23. „Hol dir nen MSCI World ETF und bespare ihn einfach bis du reich bist“-Blog braucht nämlich glaube ich niemand 😉
      Die 1000 Euro gibt es kostenlos vom Darlehensgeber, zumal wird nochmal subventioniert. D.h. man ist nicht gezwungen, einen Einzelwert zu kaufen um damit überhaupt eine positive Rendite zu erwirtschaften, hier würde es auch ein MSCI-World ETF beispielsweise tun.
      Und das Risiko dabei ist natürlich nicht ausgeschlossen, sollte aber definitiv tragbar sein, auch mit geliehenem Geld. Das ist meine Meinung dazu. Ich verstehe, wenn jemand anderer Meinung ist.

      Dass man das ganze nun auch auf die Spitze treiben kann und sich 150T Euro leihen und alles ins Casino tragen kann ist schon klar, war aber sicher nicht so gemeint.

      Zum Thema Immobilien möchte ich nicht viel sagen, außer dass es hier auch richtig hohe Risiken gibt und man da genauso richtig Pech haben kann. Nur ist es hier Gang und Gebe sich Geld zu leihen.

      Zu deinem 2. Punkt:
      Beim Thema Daten bin ich zugegebenermaßen relativ „unempfindlich“, deshalb habe ich daran nicht wirklich gedacht.
      Du hast natürlich vollkommen Recht, jedem dem seine Daten irgendwas bedeuten, sollte die Finger davon lassen, allerdings von vielen anderen Dingen auch…

      Bzgl. der Kreditaufnahme kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach dem Smava Kredit auch eine größere Finanzierung gemacht habe und es überhaupt kein Problem war, manchmal wird es sogar positiv gesehen, wenn Kredithistorie besteht und schon eine gute Zahlungsmoral bewiesen wurde.
      Kann aber natürlich auch nur in meinem Fall so gewesen sein und bei einer anderen Bank / Kunde wieder ganz anders aussehen.

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  8. tbee

    Wau ihr traut euch was P2P mit Hebel ich trau mich ja nicht mal mehr als 5% meines existierenden Vermögens in P2P zu stecken und hier wird empfohlen sich auch noch Geld dafür zu leihen…
    Und das Risiko eines Totalverlusts ist nicht abwägig auch nicht bei Mintos da gab es bereits einen Darlehnsnehmer ausfall, die Risiken habe ich hier auch mal zu P2P aufgeschrieben http://p2p-game.com/p2p

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  9. Ex-Studentin

    Mit geliehenen 1.000€ wird man nicht reich. Ziel sollte es sein, selbst 1.000€ jeden Monat zu sparen. Wenn man kein Geld hat, muss man sein Einkommen erhöhen. Hauptjob wechseln, Überstunden / Schichtzuschläge nutzen, Nebenjob annehmen. Auf die Lotterie oder Glück an der Börse mit ein paar investieren Peanuts kann man sich nicht verlassen.

    Ja, auf Pump kann man bessere Renditen einfahren gemessen am Eigenkapital. Bei der Immobilienfinanzierung, wenn man den BAFÖG-Kredit nicht auf einen Schlag zurückzahlt etc. Aber sich fürs Zocken zu verschulden, ist nicht sinnvoll. Vor allem, wenn man nicht genug auf der hohen Kante hat, um die Schulden ggf. zu begleichen, wenn das Geld weg ist. Der Schufa-Score wurde schon angesprochen: Der wird selbst beim Giro-Konto-Hopping runtergezogen, wenn man ein paar Prämien kassieren will. Depot- und Tagesgeldhopping wiederum hat keinen Einfluss, sofern kein Dispo eingeräumt wird. Bis der Score sich erholt, kann es Jahre dauern. Selbst Vermieter/Makler in Großstädten holen sich ggf. Schufaeinkünfte ein.

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  10. Johannes

    Ein klassisches Arbitrage-Geschäft, habe ich auch gemacht. EUR 50,000 von der Postbank für 3.35% auf 5 Jahre, in den USA in einem diversifizieren Mix aus Immobilien- und P2P-Krediten Bei RealtyShares.com, YieldStreet.com, AHPfund.com und LendingClub.com angelegt, durchschnittliche Rendite 9%. Bringt mir über 5 Jahre EUR 10,000 ein. Quasi geschenktes Geld. Aber ich achte darauf dass ich immer eine Barreserve habe um die Raten fürs nächste Jahr notfalls abbezahlen zu können falls es zum Schlimmsten kommt. Ein Risiko ist natürlich immer dabei. Aber ohne Risiko kein Gewinn.

    Antworten
    1. Ex-Studentin

      Hi Johannes, Glückwunsch! Mehr Risiko, mehr Rendite.. funktioniert. Man muss sich bewusst sein, dass man selbst Schuld ist, wenns nicht klappt wie erhofft. Pauschal rate ich Leuten deswegen von sowas ab, da sonst das Gejammer laut werden kann. Als Blogger kann man dann immerhin gute Artikel schreiben über größte Anlagefehler oder „Wie ich mehr Geld verloren habe als du je besessen hast“ 😀

      Antworten
  11. Blauer Max

    „Man nimmt das Geld anderer Leute, wodurch man es schafft, sein eigenes Kapital zu hebeln.

    Investitionsschulden sind gute Schulden
    Schulden sind aber nicht immer pauschal schlecht. Nimmt man Schulden auf, um damit Geld zu verdienen verhält es sich genau andersrum: Diese Schulden sind gute Schulden.“

    Nach dem Lesen der o.a. Zeilen dachte ich zunächst, es mit einem satirischen Beitrag in der sonst etwas trockenen Community zu tun zu haben. Weit gefehlt offenbar. Der Artikel scheint wirklich ernst gemeint zu sein.

    Ich kann meinen kritischen Vorrednern nur beipflichten: Der hier propagierte Anlagevorschlag auf Pump ist grob fahrlässig.
    Daran ändert auch der „Risikohinweis“ am Ende nichts.

    Dass der Artikel einen Bezahllink zum angepriesenen Smava Angebot enthält, verstärkt meine persönlich sehr negative Bewertung des Artikels.

    Antworten
    1. Johannes

      Sie scheinen mit dem Zitat “Investitionsschulden sind gute Schulden” nicht einverstanden zu sein? Warum? Mir fällt auf, dass es unter Kleininvestoren einen weitverbreiteten Doppelstandard gibt. Jeder scheint zu aktzeptieren, dass man für‘s Eigenheim sein Eigenkapital zu 80% hebelt, dabei kostet das eigene Haus in Zukunft monatlich weiterhin anstatt Cashflow zu bringen. Auch dass jede Firma auf Pump Maschinen oder Lagerbestand einkauft um beim Verkauf Gewinne zu machen ist völlig normal. Nur beim privaten Investieren soll der exakt selbe Ansatz selbst bei klar positiver Cashflow-Kalkulation plötzlich unverantwortlich und viel zu risikoreich sein? Ich behaupte, dass ein Eigenheimkauf viel risikoreicher ist. Es ist alles eine Frage der Gewöhnung. Nur weil die Mehrheit glaubt etwas ist zu risikoreich, ist es das noch lange nicht (und umgekehrt natürlich auch).

      Antworten
      1. Blauer Max

        „Nur beim privaten Investieren soll der exakt selbe Ansatz selbst bei klar positiver Cashflow-Kalkulation plötzlich unverantwortlich und viel zu risikoreich sein?“

        Die klar positive Cashflow-Kalkulation kann wohl nur eine Annahme sein und ist in keinster Weise verlässlich, meiner Ansicht nach eher das Prinzip Hoffnung. Mir fehlt hier eine Betrachtung des Chance – Risikoverhältnisses: 5% plus x ggü. Kreditausfallrisiko bzw. 5% ggü. Risiko der Aktienanlage.

        Antworten
        1. Johannes

          Da ich meine Kreditanlagen über viele verschiedene Plattformen und darin wiederum über viele Kredite diversifiziert habe ist ein Totalausfall so gut wie ausgeschlossen. Zumal bei Immobilien-Crowdfunding die jeweiligen Kredite immer mit einem Immobilienwert abgesichert sind und ich bei Ausfall so gut wie sicher zumindest meine Einlage zurückbekomme (auch wenn das dann meist ein Jahr oder so dauert).

          Nochmal die Frage: warum ist denn ein Immobiliendarlehen fürs Eigenheim so viel sicherer? Ich sehe da keinen großen Unterschied, außer dass ich beim Eigenheim keinen Cashflow UND ein enormes Klumpenrisiko habe.

          Antworten
        2. Johannes

          PS: und natürlich ist jedwede Cashlow-Kalkulation immer eine Annahme (meist basierend auf Erfahrung und Statistiken). Das ist bei jedem Unternehmen und auch bei jedem Immobilienkauf zum Vermieten so. Basieren deshalb jetzt alle Firmeninvestitionen in Güter und Material auf dem „Prinzip Hoffnung“? Sollen wir jetzt alle aufhören Immobilien zu erwerben? Wie ich sagte, es scheint hier einen klaren Doppelstandard zu geben was Risikoabschätzung angeht.

          Antworten
          1. Blauer Max

            „Sollen wir jetzt alle aufhören Immobilien zu erwerben?“

            Das kommt nach meiner Meinung ganz auf die persönliche Risikobereitschaft an.
            Sofern den Schulden nicht über die Kreditlaufzeit entsprechende Sicherheiten gegenüber stehen, kann der Immobilienerwerb ein existenzbedrohendes Risiko sein.
            Insofern sehe ich persönlich keinen Doppelstandard.

  12. Jens

    Hi,
    erstmal vielen Dank für den Artikel und vor allem dafür, dass du auch die recht starke Kritik zulässt!

    Ich persönlich finde, dass die Kritik doch sehr undifferenziert ist. Das was Johannes hier beschreibt ist nichts anderes das seit Jahrhunderten von Banken erfolgreich praktizierten Geschäftsmodel! Natürlich gibt es hierbei nicht unerhebliche Risiken. Risiko und Rendite sind (fast) immer in einem ausgeglichenen Verhältnis ganz Gleichheit welcher Anlage! Wenn dir jemand verspricht durch zu 90% fremdfinanzierte Vermietung 10% Rendite zu erwirtschaften ist das Risiko absolut vergleichbar!

    Da Johannes und auch viele Kommentare auf die Risiken hingewiesen haben, sollte jeder selbst entscheiden, ob er ohne Risiko 0% Rendite vor Inflation bei einer Bank oder 10% Rendite mit Totalverlustrisiko bei einem Investment möchte. Auch wenn einige hierdas scheinbar anders sehen, gibt es hier kein richtig oder falsch! Das ist alleine eine Frage e der persönlichen Risikobereitschaft und der Lebensplanung!

    Viele Grüße
    jens

    Antworten
  13. Blauer Max

    „Das ist alleine eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft und der Lebensplanung!“

    Da pflichte ich Ihnen bei.

    Allerdings hätte ich mir zu der vorgeschlagenen Kombination mit einer Aktienanlage über lediglich 3 Jahre mehr fachlichen Input gewünscht. Da muss man schon sehr genau wissen, auf was man sich einlässt. Unterstelle ich dabei, dass es sich um Kleinstanleger ohne finanzielle Polster handelt, kann das Ganze im Desaster enden.

    Antworten
    1. Rentenplaner

      Hi,

      die Kritik am Kauf von Aktien oder Investitionen in P2P mit einem Kredit kann ich sehr gut nachvollziehen. Wie sieht es jedoch mit REITs oder BDCs aus? Die Dividenden sind entsprechend hoch und bis zu einem gewissen Grad auch planbar. Hier gibt es ein interessanten Blogbeitrag dazu: http://www.intelligent-investieren.net/2018/04/meine-high-yield-bdc-dividend-debt.html

      Antworten
      1. Blauer Max

        Aus meiner Sicht handelt es sich nach meine persönlichen Einschätzung um eine spekulative Anlage. Man sehe sich nur die Kursverläufe einiger REITs und BDCs an. Da muss man lange durchhalten und die Zinsdifferenz kassieren, um zu versuchen, die Kursverluste dadurch wieder auszugleichen. Nichts für mich.

        Antworten

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