Die Amazon Echo Arbitrage

Arbi.. was fürn Ding?

Vereinfacht ausgedrückt: Arbitrage beschreibt das risikolose Ausnutzen von unterschiedlichen Preisen für ein und das selbe Produkt. Dabei kauft man ein Produkt auf einem Markt A günstig ein, um es dann später auf einem anderen Markt B mit Gewinn zu verkaufen.
Wenn ich also beispielsweise für ein Paar Nikes aus China 100 Euro (inkl. aller Kosten) bezahle und diese gleichzeitig auf dem hiesigen Markt für 180 Euro verkaufe, habe ich einen (fast) risikolosen Gewinn von 80 Euro eingefahren – zugegeben, das Beispiel ist stark vereinfacht und einige Haken hat diese Geschichte schon noch, jedoch gibt es immer wieder Situationen im Leben, in denen einem so eine Arbitragemöglichkeit ins Gesicht lacht und man sie nur ausnutzen muss. Mit ein wenig Umdenken lassen sich dann Arbitragegelegenheiten dort finden, wo man sie auf den ersten Blick nicht erwartet hätte.

Die Abritrage lacht

So lachte mich auch dieses Jahr wieder eine neue Möglichkeit an, als vor einigen Wochen die Promophase zu Amazons Echo startete und man sich für eine Einladung anmelden konnte. Fast schon reflexartig drückte ich auf den „Einladung anfordern“-Button, gleich mit dem Hintergedanken im Kopf, dass sich dies vielleicht etwas später verkaufen könnte.
Einigen Freunden und Verwandten sagte ich auch noch Bescheid und sie forderten ebenfalls eine Einladung an.

Gehyptes Zeugs

Einige Wochen vergingen und dann ging es los und Amazon schickte die ersten Echos los.
Ein kurzer Check auf ebay: Preise für den „großen“ Echo bei ca. 200 Euro, der „kleine“ Echo Dot wurde immerhin für 90-100 Euro gehandelt.
Kurz bei den Freunden und Verwandten nachgefragt, ob die Einladung eingegangen ist und Bescheid gesagt, dass sie „alles bestellen sollen, was geht“.
Kurz nachgerechnet: Bei 180+60=240 – 50 Euro Amazon Erstbesteller Rabatt kam ich auf 190 für den „Einkauf“ und ca. 300 im „Verkauf“ für einen Echo + Echo Dot, also gute 100 Euro „Gewinn“ pro Einladung.
Danach habe ich rasch ein paar 3-Tages Auktionen mit einem Startpreis von 1 Euro reingesetzt, um das ganze Zeug zu verscherbeln und sobald die Auktionen beendet waren, habe ich auch direkt das Zeug aus den Einladungen heraus bei Amazon bestellt – ich liebe gehyptes Zeug! 🙂

Der Stundenlohn

War das die Mühe wert? Diese Frage haben mir einige meiner Freunde ein paar Tage später gestellt.
Ich rechnete vor: 8 Einladungen mal je etwas mehr als 100 Euro waren Suma Summarum 860 Euro.
Für effektiv etwa 1,5 Stunden „Arbeit“ (um Telefonate zu führen, Auktionen einzustellen, Päckchen zu packen und zur Post zu bringen) fand ich es ganz ok; der Stundenlohn lag bei ca. 570 Euro – natürlich brutto 😉

Wo gibt es noch Arbitragesituationen?

Arbitrage kann in den verschiedensten Bereichen und in diversen Arten / Variationen auftreten.
Bereits im 14. Jahrhundert fanden schon Arbitragegeschäfte in Italien statt, hierbei wurden sog. Wechsel billig eingekauft, um sie teurer zu verkaufen.
Heutzutage ist es immer noch möglich mit einem Informationsvorsprung solche Möglichkeiten zu finden und auszunutzen.

Als Beispiel sei hier das Ausnutzen von unterschiedlichen Quoten bei Buchmachern aufgeführt. Dabei setzt man auf alle möglichen Ergebnisse einer Wette und kann am Ende trotzdem einen Gewinn verbuchen – wenn die Quoten dafür geeignet sind.
Nachteil bei dieser Strategie:
Da man u.U. nur sehr kleine Gewinne hat, muss man recht große Beträge einsetzen. Zudem ist das Auffinden solcher Quoten recht aufwendig und man benötigt Konten bei sehr vielen Buchmachern (mit genügend Kapital je Konto), da die Quoten sich sehr rasant entwickeln können.

Fazit

Arbitrage ist eine tolle Möglichkeit sein Taschengeld hin und wieder aufzubessern. Es gibt sogar Menschen, die Systeme gezielt ausnutzen und davon leben können. Die zunehmende Automatisierung macht es jedoch zunehmend schwerer, Arbitragemöglichkeiten auszunutzen, da Computerprogramme meist in Sekundenschnelle Lücken finden und diese ausnutzen. Hin und wieder gibt es aber auch Situationen, in denen auch noch der „kleine Mann“ eine solche Situation finden und ausnutzen kann – ein wenig kreatives Umdenken vorausgesetzt.

Die Echos gehen übrigens immer noch ganz gut, wenn ihr also eine Einladung habt, dann go for it! 🙂

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